Folge 3 · 25. September 2026 · 11:00 Uhr Uhr

Das habt ihr gefragt, das haben wir geantwortet

38 Fragen aus dem Publikum, beantwortet vom Show-Team und den Gästen. Ohne Namen, dafür mit Quellen zum Nachlesen.

1 Frage · Frage anklicken, um die Antwort zu lesen

  1. 01Wann hänge ich Skills hintereinander, wann mache ich einen Workflow? Wo ist die Abgrenzung, was wann am besten ist?Skills WorkflowsAntwort per Mail
    Der Kernunterschied liegt in der Kontrolle über den Ablauf. Bei einer Skill entscheidet die KI selbst, wie sie eine Aufgabe angeht, sie ist flexibel und passt sich an die konkrete Anfrage an. Skills sind ideal für fokussierte, in sich geschlossene Aufgaben, die innerhalb eines einzigen Turns erledigt werden, zum Beispiel eine wiederkehrende Formulierung, eine Zusammenfassung nach bestimmten Regeln oder eine Recherche mit festen Vorgaben. Skills lassen sich aneinanderreihen, wenn die KI dabei selbst entscheiden soll, in welcher Reihenfolge und wie sie die einzelnen Schritte kombiniert. Ein Workflow dagegen legt den Ausführungspfad explizit und deterministisch fest. Du definierst genau, welcher Schritt wann passiert, mit Triggern, Verzweigungen, mehreren Agenten oder Systemen, und mit Wiederaufnahme nach Fehlern (Checkpointing). Workflows sind die richtige Wahl, wenn Schritte Nebenwirkungen haben, die nicht versehentlich wiederholt werden dürfen, etwa Mails versenden oder Datensätze anlegen, wenn mehrere Systeme oder Personen (Human in the loop) eingebunden werden müssen, oder wenn du eine planbare, wiederholbare End-to-End-Automatisierung brauchst. Als Faustregel: Willst du, dass die KI selbst herausfindet, wie eine Aufgabe zu lösen ist, nimmst du eine Skill oder eine Kette aus Skills. Musst du garantieren, welche Schritte in welcher Reihenfolge ausgeführt werden, insbesondere bei kritischen oder mehrstufigen Geschäftsprozessen, baust du einen Workflow, zum Beispiel in Copilot Studio mit Triggern, Aktionen und Konnektoren.
    Alex04.10.2026