Folge 3 · 25. September 2026 · 11:00 Uhr Uhr

Das habt ihr gefragt, das haben wir geantwortet

38 Fragen aus dem Publikum, beantwortet vom Show-Team und den Gästen. Ohne Namen, dafür mit Quellen zum Nachlesen.

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  1. 01Wie kann ich verhindern, dass Copilot, dass Copilot auf Aussagen aus dem Web zugreift, die dann aber auf der angegebenen Quelle gar nicht zu finden sind. Wenn man ihn dann fragt, gibt er zu, dass er es nicht überprüft hat. Reicht da tiefere Analyse oder muss ich das immer dazu sagen? (gerne auch in den Lostopf ;-))Web-ZugriffAntwort per Mail
    Das Phänomen ist bekannt und hat mit der Funktionsweise von Sprachmodellen zu tun. Copilot generiert Antworten wortweise nach Wahrscheinlichkeit, auch wenn eine Quelle zitiert wird, bedeutet das nicht automatisch, dass der gesamte Inhalt tatsächlich aus dieser Quelle stammt. Microsoft nennt das ungrounded content, also Inhalte, die plausibel klingen, aber nicht durch die angegebenen Quellen gedeckt sind. Das kann bei Websuche genauso passieren wie bei internen Dokumenten. Eine tiefere Analyse hilft, ist aber keine Garantie. Wenn du im Modellwähler „Think deeper“ (die Reasoning-Variante) statt „Quick response“ nutzt, nimmt sich Copilot mehr Zeit, prüft Zwischenschritte und Kontext gründlicher, was die Trefferquote verbessert. Auch der Researcher Agent ist für komplexere Rechercheaufgaben gebaut und liefert strukturierte, quellenbasierte Berichte, die im Schnitt zuverlässiger sind als eine schnelle Chat-Antwort, aber auch hier gilt: Copilot kann bei der Zusammenfassung mehrerer Quellen Dinge hinzufügen, die in keiner der Ausgangsquellen stehen. Du musst also weiterhin selbst gegenprüfen, das lässt sich prompt-seitig nicht vollständig abstellen. Was hilft: In der Anweisung explizit fordern, nur Aussagen zu treffen, die wortwörtlich in der zitierten Quelle stehen, und bei Unsicherheit das offen zu sagen statt zu raten. Microsoft empfiehlt genau das als Nutzerverhalten, nämlich KI-generierte Inhalte immer zu prüfen, bevor man sie weiterverwendet, unabhängig vom gewählten Modus. Kurz gesagt: Ja, du solltest es weiterhin dazusagen bzw. selbst verifizieren. Tiefere Analyse reduziert das Risiko, schließt Halluzinationen aber nicht komplett aus.
    Alex04.10.2026